Aus unserer Sicht sprechen folgende Gründe gegen eine schnelle Schließung:

  • Die bisherigen Grundschulstandorte Gey/Straß, Vossenack und Bergstein sind wesentliche Bestandteile der dörflichen Gemeinschaft. Sie sind damit eine wichtige Voraussetzung für einen beständigen Zuzug junger Familien und damit für eine Stabilisierung bzw. Erhöhung der Einwohnerzahlen unserer Gemeinde. Die Schließung eines Standorts und Zuführung der Schüler an eine weit entfernte Alternative führt damit zu einer starken Beeinträchtigung der Attraktivität der im Einzugsbereich dieses Schulstandorts gelegenen Dörfer.
  • Die ursprüngliche Intention zur Schließung des Grundschulstandorts Bergstein war das im interfraktionellen Arbeitskreis zum Haushalt ermittelte Einsparpotential von 35 T€ pro Jahr. In der Bürgerinformation am 12.4. und in nachfolgenden Diskussionen hat sich ergeben, dass dieses Einsparpotential falsch berechnet wurde. Bei einer vollständigen Betrachtung aller Kosten ergibt sich ein maximales Einsparpotential in Höhe von 5 T€.
  • Der vorliegende Schulentwicklungsplan verwendet nach Aussage der Schulrätin falsche Schülerzahlen und ist demnach ungeeignet, als Basis für eine Entscheidung zur Schließung eines Standorts zu dienen. Dies wird von der Verwaltung mit dem Hinweis bestätigt, dass teilweise Zahlen schöngerechnet wurden.
  • Die Grundschulstandorte Vossenack und Straß bedürfen einer mehr oder weniger dringenden Sanierung, der Bedarf für Bergstein ist dagegen marginal. Statt mit einer Grundsanierung zwei Schulstandorte am äußeren Rand der Gemeinde auf Dauer zu erhalten, sollte durch punktuelle Sanierung der kurz- und mittelfristige Erhalt der Schulstandorte gewährleistet werden, bis ggf. ein zentraler Schulstandort z.B. in Kleinhau realisiert ist.
  • Die Grundschule Gey/Straß ist künftig keine Schule „gemeinsamen Lernens“ mehr. Nur die Schule Vossenack/Bergstein wird künftig vom Schulamt mit Sonderpädagogen berücksichtigt werden. Um dies wieder gemeindeweit anbieten zu können, schlägt das Schulamt vor, einen Schulverbund für das gesamte Gemeindegebiet einzurichten.

Erst wenn alle Positionen geklärt, eine vollständige Kosten- und  Einsparanalyse und ein schlüssiges pädagogisches Konzept mit der Berücksichtigung aller Kinderbedürfnisse für alle Standorte vorliegt, kann wieder über eventuell mögliche Zusammenlegungen diskutiert werden.