Die Ruhe über dem Segelflugplatz ist trügerisch ...

Am 3.12.2015 fand ein Termin bei der Bezirksregierung Düsseldorf statt, in welchem über den Antrag des Luftsportvereins (LSV) zurErweiterung der bestehenden luftrechtlichen Genehmigung für das Segelfluggelände in Hürtgenwald diskutiert wurde.

 

An diesem Gespräch nahmen neben Vertretern der Bezirksregierung auch Vertreter des LSV, der Gemeindeverwaltung Hürtgenwald und der BI Gemeinschaft der interessierten Bürger teil (BI). 

 

Künftig möchte der LSV einen zusätzlichen Flugbetrieb mit motorbetriebenen Luftfahrzeugen durchführen können, um den Verein auch für jüngere Altersgruppen attraktiver und letztlich zukunftsfähig gestalten zu können. Diese Luftfahrzeuge sollen aerodynamisch gesteuerte Ultraleichtflugzeuge, eigenstartfähige Segelflugzeuge und Reisemotorsegler sein.

Der zusätzliche Flugbetrieb soll dabei auf maximal 30 Flugbewegungen pro Tag sowie insgesamt maximal 6 motorbetriebene Luftfahrzeuge beschränkt bleiben. Und es soll nur die südliche Platzrunde geflogen werden.

Bereits in den Sommern 2013 und 2014 fand ein jeweils auf 2 Wochen angelegter Testbetrieb statt.

 

Die Bezirksregierung wies im Gespräch darauf hin, dass bei einer abschließenden Abwägung im luftrechtlichen Verfahren alle Belange sachgerecht zu berücksichtigen seien. Das Votum der Gemeinde habe sicherlich Gewicht, aber keine Bindungswirkung gegenüber der Luftfahrtbehörde.  

 

Das weitere Vorgehen sieht nun einen weiteren Probebetrieb für die Dauer eines Jahres vor:

  1. Der Probebetrieb soll vom 01.04.2016 bis 31.08.2016 mit max. 6 Luftfahrzeuge mit max. 30 zusätzlichen Flugbewegungen pro Tag erfolgen.
    Sinn und Zweck dieses Probebetriebes ist u.a., eine realistische und auch differenzierte Betrachtung des Motorflugbetriebes zu ermöglichen und daraus ggf. Folgerungen für das anschließende luftrechtliche Genehmigungsverfahren ableiten zu können.
  2. Der Probebetrieb soll von einem noch einzurichtenden Lärmschutzbeirat (bestehend aus Vertretern des LSV, der Gemeinde sowie der Bürgerinitiative) begleitet werden.
  3. Nach Abschluss des Probebetriebs soll der förmliche Antrag auf Änderung der Flugplatzgenehmigung  zur Erweiterung des Flugbetriebes gestellt werden.
  4. Nach den Herbstferien 2016 soll nach vorheriger ortsüblicher Bekanntmachung die Auslegung der Planunterlagen erfolgen. Im Rahmen der Bürgerbeteiligung besteht dann die Möglichkeit, Einwendungen gegen den Betrieb mit Motorseglern zu erheben.
    Der Rat der Gemeinde Hürtgenwald soll im Dezember 2016 die Möglichkeit haben, sich mit der Angelegenheit zu befassen.
  5. Im Frühjahr 2017 soll dann die Entscheidung durch die Bezirksregierung Düsseldorf erfolgen.